10. Muliritt im Emmental  am 9. / 10. September 2000

Freitagnachmittag ju-hui wir haben frei. Bea und Hans Müller, Sonja und Guido Züger fahren mit ihren Maultieren Pia, Valentin, Katja und Fantasia Richtung Emmental. Für uns bedeutet unser "Muli-Wochenende" Ferien von Daheim. Strahlendes Wetter und eine super Stimmung begleiten uns. Wir haben mit Fritz Augsburger abgemacht. Er hat sich bereit erklärt, den 10. Muliritt zu organisieren. Wir fahren immer einen Tag im Voraus, und haben so ein verlängertes Wochenende. Gegen 18.00 Uhr fahren wir bei Fritz und Heidi auf den Hof. Herzlich werden wir von ihnen und ihren Mulis begrüsst. Wir versorgen und tränken unsere Tiere und bringen sie in die Boxen. Auch wir fahren ins Hotel Bahnhof in Trubschachen und beziehen unsere Zimmer mit Dusche/WC und Bad.

Anschliessend fährt Fritz mit uns auf den Geisshollen, ins Berggasthaus "Erika", wo wir am Samstagabend alle übernachten sollen. So können wir das Panorama bei einem feinen Nachtessen geniessen. Um ca. 23.00 Uhr fahren wir ins Tal und gehen zu Bett.

Am Samstagmorgen, nach einem ausgiebigen Frühstück, treffen wir uns bei Fritz und Heidi wieder. Unsere Mulis wurden bestens verpflegt. Fritz lässt den Kopf hängen. Pia Ottiger habe angerufen, sie bringe den Anhänger nicht ans Auto und Michael Stranner sei am Arbeiten. Er wisse nicht ob sie noch kommen könnten. Bald treffen Ueli und Ruth Weber ein. Monica Horath kommt ebenfalls mit Muli Bidana. Wir putzen unsere Tiere, trinken Kaffee und essen feine Brötli. Fritz jammert, er habe viel zu viele "Eingeklemmte" gemacht, aber wir füllen alle Satteltaschen und versichern ihm, dass er auf seinem Proviant nicht sitzen bleibe. Frohen Mutes ziehen wir zu Acht los. Kurz vor der Hauptstrasse sehen wir das verlassene Auto und den Anhänger von Pia Ottiger. Also hat sie es doch noch geschafft und ist schon losgeritten. Gerade noch sehen wir sie, und alle rufen was das Zeug hergibt. Pia ist erleichtert uns zu sehen und wartet. Jetzt sind wir schon 9 Maultierreiter.

Wir reiten an wunderschönen Berner Häusern vorbei Richtung Geisshollen. Stotzig wird es zwischen durch, halt so richtige Muliwege.

Auf dem Geisshollen gibt es einen Mittagshalt. Zu unserer Verpflegung bestellen wir uns etwas zu trinken. Wie aus dem Nichts kommt Muli Nora mit Michael. Ein grosses "HALLO". Jetzt sind wir zu Zehnt. Alle sitzen um einen Tisch, lachen, erzählen Witze und sind einfach fröhlich. Die Leute im Restaurant bestaunen die Tiere und erfreuen sich an unserem kunterbunten Haufen.

Fritz macht den Vorschlag, weiter in die Höhe zu reiten. Natürlich, jetzt wollen wir es wissen und ihn als Fremdenführer testen. Er hat mit Bravour bestanden. Wir reiten mit Zwischenhalt und Wanderkafi !!! auf den 1414 m.ü.M liegenden Wachthubel. Von dort haben wir eine tolle Panoramasicht auf die teils schneebedeckten Berneralpen, die Stockhornkette, das Finsteraarhorn und das Schreckhorn um nur einige aufzuzählen. Der Himmel ist strahlend blau. Wie bei den richtigen Gipfelstürmern, darf natürlich der Gipfelwein resp. der Gipfelschnaps nicht fehlen. Nach einem Halt, geht der Weg zu Fuss bergab, zurück ins Tal. Ueli, Michael und Bea haben wir verloren. Sie wollten nochmals einen Wanderkafi geniessen. So treffen wir uns am Abend wieder alle im Berggasthaus Erika. Dort werden alle Mulis auf die Weide gebracht. Wir sitzen auf der Veranda bei einem feinen Nachtessen und sehen wie die Sonne untergeht, der Himmel sich lila färbt. Die Mulis stehen auf der Anhöhe, man sieht nur noch die Silhouetten und wir rätseln, wem welches Tier gehört. Hinter den Tieren geht der Mond auf . Ein selten ergreifendes und schönes Bild. Es wird ein lustiger Abend. Zum Schlafen ziehen wir dann ins Massenlager, wo wir uns immer wieder etwas lustiges zu erzählen haben.

Am Sonntagmorgen begrüssen wir zuerst unsere Tiere auf der Weide. Als der Bauer seine Geissen auf die Muliweide treibt, können es einige Mulis nicht lassen und machen jagt auf sie. Wir schreiten natürlich sofort ein und sorgen wieder für Ruhe. Nach einem tollen Morgenessen reiten wir wieder Richtung Trubschachen. Um ca. 16.00 Uhr treffen wir bei Fritz und Heidi ein, wo alle nochmals zusammensitzen. Alle sind etwas müde. Wir hatten ja auch viel erlebt.

Nach Kaffee und einem feinen Kuchen (danke Heidi) verladen wir unsere Tiere und begeben uns auf die lange Rückfahrt.

Lieber Fritz und liebe Heidi

Vielen Dank, es war ein toller 10. Muliritt.